Augen auf beim Immobilienkauf - oder einfach einen Makler einschalten?

Warum es wichtig und hilfreich ist, beim Immobilienkauf oder der Anmietung einen Makler einzuschalten

Augen auf beim Immobilienkauf - oder einfach einen Makler einschalten?
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In Zeiten niedriger Zinsen denken viele Interessenten über den Kauf einer Immobilie nach. Ob als Investitionsobjekt oder zur Eigennutzung, der Kauf einer Immobilie geht mit hohen finanziellen Transaktionen einher. „Mit dem richtigen Immobilienmakler sichern sich Käufer wie auch Verkäufer eine umfassende Beratung, die auch die finanziellen Interessen des Verbrauchers schützt“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD.
Gute Immobilienmakler müssen heute mehr bieten als nur das Einstellen der Immobiliendaten in ein Exposé oder das Internet. Ein richtiger Profi begutachtet Grundstücke und Gebäude, analysiert den Markt und bestehende Mietverträge. Haben sich Käufer und Verkäufer gefunden, kann ein Immobilienmakler weitere wertvolle Hinweise zum Kaufvertragsrecht und der Suche nach einer passenden Finanzierung geben.
Die wichtigsten Vorteile eines Maklers mit fundiertem Fachwissen sind die umfassende Beratung und seine Vermarktungsmöglichkeiten.

Beratung und Vorarbeiten
Schon bei der Besichtigung eines Objektes sollte der Makler ausreichend Zeit investieren, die Vor- und Nachteile der Immobilie eingehend zu beurteilen. Mit seinem Immobilien-Know-how erkennt er, an welcher Stelle etwa ein Renovierungsstau herrscht oder welche herausragenden Merkmale eine Immobilie besitzt. Das erleichtert den Interessenten eine realistische Einschätzung des Verkaufswerts. Zu seinen Vorteilen gehört auch ein effektives Bewerben der Immobilie, wie das Erstellen eines aussagekräftigen Exposés mit professionellen Fotos.
Marktnähe und Kundenstamm
Ein Makler hat grundsätzlich den Vorteil, dass er den regionalen Immobilienmarkt sehr gut kennt. Er ist über die aktuelle Nachfrage ausreichend informiert, kann so einschätzen, welche Objekte aktuell nicht gefragt sind und kann die Trends des Marktes entsprechend einordnen. Durch diese Marktnähe kann der vorgesehen Kauf- oder Mietpreis in einer realistischen Höhe eingeordnet werden. Gleichzeitig kann der Makler auf einen Kundenstamm zurückgreifen, um die Immobilie zielgerichtet anzubieten. Vorteil für den Kunden: Das kann den Verkaufsprozess erheblich beschleunigen.
Zeitersparnis und Kenntnis der Abläufe
Der Immobilienmakler kennt sich mit der Abwicklung einer Haus- oder Wohnungsvermarktung sehr gut aus. Dies umfasst auch die betreffenden Rechtsfragen. Der Makler darf zwar nicht rechtlich beraten, kann aber zumindest aus seinen Erfahrungen schöpfen. Ebenso bedeutend ist der zeitliche Vorteil für den Anbieter. Die Interessentengespräche werden durchgeführt, die Besichtigungstermine abgehalten, alle Anzeigen und Telefonate abgewickelt – eine zusammen genommen sehr aufwendige Abfolge. Nicht zu vergessen: Ein Immobilienmakler wird eine Bonitätsauskunft eines Mieters einholen, um den Vermieter vor Mietausfällen zu schützen.
Neutralität und Distanz  zum Verkaufsobjekt
Emotionen haben bei einem Immobilienverkauf oder der Vermietung wenig Platz. Ein privater Anbieter wird durch die persönlichen Erinnerungen dem potenziellen Käufer gegenüber in der Argumentationsführung immer gehemmt sein. Dies wirkt sich häufig nachteilig auf den möglicherweise zu erzielenden Preis aus. Allein dieser Umstand spricht eindeutig für einen Immobilienmakler, der mit der erforderlichen Distanz ein Objekt anbieten kann.

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