Was beim Haus- oder Wohnungskauf alles anfällt

Neben- und Folgekosten beim Haus- oder Wohnungskauf

Was beim Haus- oder Wohnungskauf alles anfällt
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Mit der Bezahlung des Festpreises ist der Hauskauf noch lange nicht erledigt. Wer ein Haus kauft, der muss neben der reinen Kaufsumme mit weiteren, teils hohen Neben- und vor allem Folgekosten rechnen. Sowohl die anfangs recht erheblichen Nebenkosten, wie auch die später über Jahrzehnte anfallenden Folgekosten sollten genau berechnet und ins Budget der Familie einkalkuliert werden.
Unter die Nebenkosten beim Hausbau und Immobilienkauf fallen unter anderem die Gebühren für die Beurkundung des Kaufvertrags beim Notar. Die sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und richten sich nach dem Wert der Immobilie – bei einem Kaufpreis von 300  000 Euro beispielsweise addieren sie sich auf rund 1200 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Ist der Vertrag beim Notar abgeschlossen, bekommt der Hauskäufer Post vom Finanzamt: Die Grunderwerbssteuer wird fällig. Sie liegt zurzeit je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Immobilienkaufpreises. Diese Schuld muss umgehend beglichen werden, denn erst wenn die Grunderwerbssteuer bezahlt ist, stellt das Finanzamt die so genannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, die das Grundbuchamt benötigt, um den neuen Eigentümer ins Grundbuch eintragen zu können. Auch diese Eintragung kostet Gebühren: Gut 500 Euro werden dafür in diesem Falle in Rechnung gestellt. Allein für Kauf und Eintragung eines solchen Objektes fallen also gleich zu Beginn mehrere tausend Euro Nebenkosten an.
Finanziert werden Häuser und Eigentumswohnungen in der Regel über Darlehen und Bausparverträge. Die jeweiligen Kreditinstitute lassen sich dafür im Grundbuch (das Amt erhebt dafür eine Gebühr) eine so genannte Grundschuld eintragen; so sichert sich die Bank den Zugriff auf die Immobilie, falls der neue Besitzer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Kreditinstitute lassen sich im Übrigen nicht nur ihre Darlehen verzinsen, sie verlangen außerdem Bearbeitungsgebühren – manche bis zu einem Prozent der Darlehenssumme. Kaum hat der neue Eigentümer sein Haus übernommen, flattern ihm erste Abgabenbescheide ins Haus: Unter anderem die Grundsteuer – nicht zu verwechseln mit der oben erwähnten Grunderwerbssteuer. Bei der Grundsteuer handelt es sich um eine Abgabe, die Städte und Gemeinden von jedem Hauseigentümer erheben. Mit dieser kommunalen Steuer ziehen sie in der Regel auch Wasser- und Abwassergeld ein, ebenso Niederschlagsgebühren für versiegelte Flächen. Hinzu kommen Grundgebühren für Gas, Strom, Müll. Alles in allem summiert sich der reine Unterhalt eines Hauses zu einer erstaunlichen Summe, die neben Zins- und Tilgungszahlungen zusätzlich aufläuft. Für ein normales Reihenhaus, etwa in der Metropolregion, ergeben sich allein an unausweichlichen Grundsteuern und Gebühren gut 1700 Euro im Jahr. Hinzu kommen die individuellen Strom- und Heizkosten, Müll- und Kehrgebühren für den Schornsteinfegerbesuch. Selbstverständliche Dinge wie Telefon- oder Kabelanschluss noch gar nicht eingerechnet.

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