Stadt, Land, Flucht?

Boomenden Metropolen und leere Landschaften

Stadt, Land, Flucht?
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Einer stetig sinkenden Geburtenrate steht eine immer größer werdende Lebenserwartung gegenüber. Insgesamt nimmt die Bevölkerungszahl aber ab. Bereits zum Jahr 2030 sollen mehr als eine halbe Million Menschen weniger in der Bundesrepublik leben als heute. Bis 2060 prognostizieren Demografen einen weiteren Rückgang der Einwohnerzahl auf nur noch rund 65 Millionen Menschen – 16 Millionen Bewohner weniger als 2016. Eine der Folgen: Auf der einen Seite wachstumsstarke Boomregionen, auf der anderen deutlich überalterte, bevölkerungsarme Landstriche – eine Schere, die sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nur noch mehr vergrößern wird. Doch wie ist diese Entwicklung zu erklären?
Der Rückgang der Bevölkerung verteilt sich alles andere als gleichmäßig. Ländliche, strukturschwache Regionen sind besonders stark betroffen. Für sie könnte der gesellschaftliche Strukturwandel extreme Folgen haben, denn dort, wo Industrie und somit Arbeitsplätze schwinden, zieht es vor allem die jungen und qualifizierten Menschen fort in Richtung Metropole. Weniger Menschen bedeuten weniger Nachwuchs. Weniger Nachwuchs bedeutet weniger Wirtschaftskraft. Und die wirkt sich schließlich am stärksten auf die eh schon schwachen Landgebiete aus, die wiederum immer leerer und somit unattraktiver werden, da sich Subventionen hier nur in den seltensten Fällen rentieren.
Ein Kreislauf also, der die Städte wachsen und den ländlichen Raum entsprechend verlieren lässt. Dies stellt vor allem die einwohnerschwachen Kommunen vor die schwierige Aufgabe, flexible Mobilitätsangebote, angemessene Gesundheitsversorgung und eine gute Infrastruktur zu gewährleisten.
Während dieser Strukturwandel für die kommenden 15 Jahre vor allem für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern – hier sollen die Länder laut Prognosen teilweise mehr als jeden zehnten Bewohner verlieren – erwartet wird, werden die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sowie die Länder Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg an Einwohnern bis zum Teil im zweistelligen Prozentbereich gewinnen. Selbiges gilt für die Metropolregion Rhein-Neckar. Nicht umsonst bezeichnet die Bundesregierung den demographischen Wandel als eines der wichtigsten Themen der kommenden Jahre, stellt er doch nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern auch jeden einzelnen Bürger vor eine große Herausforderung – sollte es tatsächlich so kommen wie vorhergesagt.
Schließlich sind und bleiben Prognosen genau das: Prognosen. 

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